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FarCry 3 - Briefe der Verlorenen
Die Briefe der Verlorenen sind sammelbare Gegenstände in Far Cry 3. Es handelt sich um Briefe von japanischen Soldaten, die während des 2. Weltkriegs auf den Rook Islands stationiert waren.

Nach dem Einsammeln von sechs Briefen, wird das japanische Tanto freigeschalten, welches sich im Shop erwerben lässt und die Machete ersetzen kann.

Satos Brief

Liebste Keiko,

wenn du dies liest, werde ich bereits tot sein, und du sicher eine erwachsene Frau. Deine Mutter wird dir diesen Brief übergeben, wenn sie der Meinung ist, du seist bereit dafür. Ich kann nur hoffen, dass sie in Liebe von mir gesprochen hat, und dass du für mich am Schrein gebetet hast, wie ich es für dich getan habe.
Wir arbeiten hier sehr viel und singen auch ab und zu das Tekihaikuman. Singt man es zu deiner Zeit auch noch? Ich hoffe, dein Japan ist ein Land des Friedens und des Wohlstands und nicht voll mit unseren Feinden, wie in den Liedern, die wir singen. Wir müssen uns in den Dschungel zurückziehen. Die Malaria hat unsere Reihen gelichtet und wir Wenigen können die Stellung nicht halten. Major Mogi sagt, wenn die Amerikaner an der Küste landen, müssen wir bereit sein, sie in ihr Wassergrab zurückzutreiben. Wenn wir dafür unser Leben zu geben bereit sind, werden wir siegen.

― Hauptmann Jiro Sato


Hyogos Brief

Meine liebe Ayumi,

ich freue mich, dir wieder zu schreiben. Wir sind bereits seit einigen Monaten im Dschungel. Es ist heiß und stickig hier, aber wir legen überall Fall und richten Hinterhalte ein. Major Mogi sagt, die amerikanischen Teufel müssten jeden Tag eintreffen. Gefreiter Tadao erzählte, die Inseln in der Umgebung seien bereits gefallen. Die Amerikaner haben zu viel Angst, sich uns im Kampf zu stellen, also schicken sie Flugzeuge, die uns kleinkriegen sollen.
Ich vertraue Major Mogi. Er war stets ein guter Anführer, aber er treibt uns an und erwartet Höchstleistungen von uns. Wir geben sie ihm nur zu gerne. Seine Position als Anführer muss schwer auf ihm lasten. Nachts wandelt er umher, und wenn er sich allein glaubt, spricht er mit sich. Das macht der Dienst mit uns, meine Tochter. Er macht aus uns Märtyrer oder Wahnsinnige. Dennoch, etwas belastet ihn, doch es steht mir nicht zu, zu fragen.

― Gefreiter Hyogo


Moris Brief

Mutter,

wir haben seit meinem letzten Brief sieben Mann verloren, darunter Itchi und Ken. Wir waren wie Brüder. Ken war immer lustig. Ich wünschte, du hättest ihn kennengelernt. Itchi war ruhig, aber stark. Hat sich nie beschwert. Die Männer erwarten jetzt, dass ich stark bleibe, und wer weiß, was in Major Mogi gefahren ist.
Man soll nicht über solche Dinge sprechen, aber hier kann ich mit keinem darüber sprechen. Major Mogi sieht Feinde, wo keine sind. Die Amerikaner sind noch nicht hier, dennoch sieht er sie hinter jedem Baum. Jeder Vogel ist eine Thunderbolt oder eine Corsair, jeder Schatten eine Bombe. Sogar uns beschuldigt er, mit dem Feind zu kollaborieren. Ich bin sicher, alles wird wieder normal, wenn uns Nachrichten aus der Heimat erreichen. Der Dschungel macht einen taub mit seinen Gespenstern.

― Dein Sohn, Obergefreiter Mori


Rens Brief

Mein Bruder Ito,

etwas Schreckliches ist passiert. Major Mogi hat den Verstand verloren und hat auf seine eigenen Männer geschossen. Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte, aber er hat sich mit dem Gefreiten Tadao gestritten und ihn dann mit der Pistole erschossen. Und dann richtete er das Feuer auf uns. Wir wussten nicht, was wir tun sollten. Man hat uns beigebracht, den Feind zu töten, aber er war doch unser Anführer. Wir haben ihn erschossen.
Mein Schenkel ist entzündet und ich kämpfe mit dem Fieber. Es ist nur noch eine Handvoll von uns übrig. Das Nachdenken fällt mir schwer. Mir ist so heiß. Ich muss meine Briefe den Gefreiten Isao und Kei geben. Sie sind jung und schlau und werden schon dafür sorgen, dass meine Briefe dich erreichen. Leb wohl. Es tut mir leid, dass wir als Kinder so viel gestritten haben. Gerne wäre ich dir ein besserer Bruder gewesen.

― Ren


Mogis erster Brief

Genreal Yamagata,

ich hoffe, der Brief erreicht Sie bei bester Gesundheit an diesem Herbsttag. Das Wetter hier ist stickig und unangenehm. Sicher fänden Sie es belebend. Verzeihen Sie mir diese Vertrautheit, aber ich wäre nicht der Soldat, der ich bin, ohne Ihr Beispiel. Wir sind uns zwar nie begegnet, doch ich lebte mein Leben nach dem Vorbild Ihrer Disziplin und Loyalität dem japanischen Reich gegenüber. Ich hoffe, unserem Kaiser alle Ehre zu machen, wenn Ich Ihrem Beispiel folge.
Die Amerikaner bombardieren uns weiterhin wie die Feiglinge. Ich habe ihre Rauchschlote im Norden gesehen, wie sie uns umfahren. Sie wissen schon, warum sie uns meiden. Der Hals ist uneinnehmbar, aber unsern Bunker haben sie mit einem Glückstreffer zerstört, und was die Bomben nicht treffen, rafft die Malaria dahin. Ich habe beschlossen, meine Männer in den Dschungel zu führen, wie Sie das einst im großen Krieg gegen die Deutschen gemacht haben. Meine Aufgabe ist klar ... vernichte den Feind. Wenn er kommt, sind wir bereit und warten nur darauf, sein Blut zu vergießen.

― Major Kuro Mogi


Mogis zweiter Brief

General Yamagata,

diese Teufel haben viele meiner Soldaten getötet. Ich kann kaum beschreiben, wie verärgert und frustriert ich bin, zuzusehen, wie deren Flugzeuge uns überfliegen und wir ihnen nichts zu erwidern haben. Oder wie die Malaria, dieser unsichtbare Dämon, die jungen Männer verrecken lässt. Ich habe Geschichten gehört, dass diese Inseln verflucht seien. Ich hielt das stets für abergläubischen Unsinn, bis heute, als der Gefreite Tadao berichtete, dass unser Funkkontakt nur noch unverständliches Gezischel sei. So sehr hat er sich geschämt, dass er mir nicht in die Augen blicken konnte. Er ist kein guter Soldat. Oft habe ich ihm Prügelstrafen auferlegt, um ein wenig Shikata ga gai in ihn einzuhämmern, aber gebracht hat es wenig.

― Major Kuro Mogi


Mogis dritter Brief

General Yamagata,

ich bin von meinen Männern enttäuscht. Ich dachte, sie seien zäher, aber sie halten nichts aus. Ich kann mir nur ausmalen, was ich erreichen könnte, hätte ich nur die gleichen Männer, die Sie einst befehligten im Kampf gegen die Deutschen im Ersten Weltkrieg.
Sicherlich habe ich den Gefreiten Tadao bereits erwähnt. Er weint wie ein Kleinkind, wenn er glaubt, dass keiner zusieht, aber jeder weiß es. Seine Schwäche macht mich krank und er verbreitet sie wie eine Seuche. Die anderen Männer sind nun auch krank vor Heimweh. Sie schützen ihn, hätscheln ihn, als ob man so einen Mann aus ihm macht. Ich frage Sie, wozu brauchen wir einen Funker, wenn wir kein Funkgerät zum Empfangen der Nachrichten haben. Der Gefreite Tadao behauptet, die Richtfunkanlage auf den Nachbarinseln wurde zerstört, aber ich bin sicher, es ist seine Schuld.

― Major Kuro Mogi


Mogis vierter Brief

General Yamagata,

ich bin schockiert und betrübt, Ihnen berichten zu müssen, dass das, was ich anfangs für die Unfähigkeit des Gefreiten Tadao hielt, in Wahrheit ein Sabotageakt war. Es erschien mir verdächtig, dass keins der Weitstrecken-Funktgeräte funktionierte, also überprüfte ich sie. Ich bin kein Experte, aber selbst ich konnte sehen, dass Röhren entfernt wurden, Drähte durchtrennt waren und die Batterien fehlten.
Ich hielt ihn für schwach, aber nicht für einen Saboteur. Er ist zu einfältig für einen Spion. Doch er hat seine Kameraden betrogen, er hat mich betrogen, und er hat sein Gelübde dem Kaiserreich gegenüber gebrochen. Ich werden Gefreiten Tadao exekutieren. Wer ihn schützen will, wird ebenfalls hingerichtet.

― Major Kuro Mogi


Tadaos erster Brief

Meine liebste Gattin, meine wunderschöne Tochter,

ich weiß nicht, warum ich euch schreibe. Ihr werdet diese Worte ja doch nie zu Gesicht bekommen, und wenn das Schicksal mir gnädig ist, werdet ihr von meiner Schande nie erfahren. Ich kann nicht sagen, was in mich gefahren ist, die Funkgeräte unbrauchbar zu machen, aber diese Männer ... sie sind die einzige Familie, die ich jetzt noch habe. Als ich die Nachricht hörte, fühlte ich mich, als hätte man mir das Herz gespalten. Wie konnte ich ihnen das gleiche Leid zumuten? Aber nun, da ich es ihnen nicht gesagt habe, wie konnte ich es ihnen vorenthalten?
Ich frage mich, als die Bombe fiel, warst du wohl im Garten? Hast du Aika gefüttert? Hast du etwas gespürt? Wusstest du, was da passiert? Diese Fragen verfolgen mich und ich kann nur beten, dass ihr nicht leiden musstet. Ich bete, dass ihr im Unwissen darüber gestorben seid, was folgen würde.

― Tadao


Tadaos zweiter Brief

Meine liebste Gattin,

wer weiß, warum ich überhaupt weiter schreibe. Vielleicht hoffe ich, dass ihr doch überlebt habt. Vielleicht hoffe ich, dass ich irgendwann heimkomme und dich und Aika wiedersehe. Mein Herz wünscht es sich so schmerzlich herbei, aber ich erahne doch die Wahrheit: dass du fort bist. Und Aika. Und Hiroshima.
Major Mog beobachtet mich mit abschätzigem Blick. Als kenne er die Wahrheit, doch wie sollte er? Ich ertrage es nicht, ihn anzusehen. Ich habe Angst, dass ich zusammenbreche und ihm von Hiroshima erzähle, wenn er mich wieder zur Rede stellt. Meine Kameraden versuchen, mich vor ihm zu schützen, aber was habe ich nur getan? Erst habe ich es ihm aus Angst verschwiegen, und nun ist es zu spät. In einem Moment der Trauer habe ich die Funkgeräte zerstört und alle hintergangen. Vielleicht ist es besser, wenn ich sterbe. Dann kann ich wieder bei euch sein, bei dir und Aika.

― Tadao


Shinjis Brief

Kleine Schwester,

dies sind meine letzten Worte. Ich werde Seppuku begehen, wenn dieser Brief geschrieben ist, und es wird meine letzte ehrenhafte Tat sein. Doch bevor es soweit ist, muss jemand die Wahrheit hören.
Tadao hat uns betrogen. Ich habe seinen Brief gelesen. Er hat unsere Funkgeräte sabotiert, nachdem er von der Bombe auf Hiroshima hörte. Ich kann es ihm nicht verdenken. Er wollte uns vor dieser Grausamkeit bewahren. Der Major war nicht so verständnisvoll. Er hat Tadao exekutiert und dann seine Waffe auf uns gerichtet, falls wir protestierten. Wir wehrten uns und töteten ihn dabei, und nun bin ich der letzte Überlebende. Ren starb letzte Nacht an einer Infektion.
Es schmerzt mich zu wissen, dass ich an der Ermordung von Major Mogi beteiligt war. Er war ein guter Mann. Ich hoffe, dass du eines Tages diese Worte lesen wirst und mir verzeihen kannst. Leb wohl.

― Shinji


Hayatos erster Brief

An Oberst Imada Daichi,

Ich hoffe, Ihre Familie ist wohlauf. Verzeihen Sie, dass ich die Befehlskette derart umgehe, doch Oberstleutnant Yamada Masahiro nimmt meine Bedenken nicht ernst und ist daher nicht länger geeignet, diese Anlage und ihre Experimente zu leiten. Ich muss berichten, dass Projekte Tenka und Projekt Kyouken schon viel weiter vorangeschritten wären, wenn der Oberstleutnant nur auf mich gehört hätte. Stattdessen hat er mich aus seinem Beraterkreis geworfen und mir jede Kommunikation nach außen untersagt. Ich sah mich gezwungen, meine Briefe mehrfach zu schreiben und sie an loyale Soldaten und Wissenschaftler weiterzugeben, damit wenigstens einer Sie erreicht. Bitte, ich bin ein Gefangener der Ambitionen des Oberstleutnants und werde daran gehindert, dem Kaiser meinen Dienst zu erweisen.

― Dr. Koga Hayato


Hayatos zweiter Brief

An Oberst Imada Daichi,

Ich kann nur vermuten, dass mein früherer Brief und die Anklagen, die ich gegen Oberstleutnant Yamada Masahiro und seine Unfähigkeit erhoben habe, Sie nicht erreicht haben, sonst hätten Sie bereits die Wahrheit erkennen und ihn seines Amtes entheben müssen. Ich glaube, dass der Oberstleutnant mehrere meiner Briefe abgefangen hat und heimlich meine Räumlichkeiten hat durchsuchen lassen. Ich erkenne es jetzt. Er fürchtet mich. Er hat Angst vor meinen Erfolgen und möchte den Ruhm für sich allein, wenn Projekt Tenka die Energie der Blitze und Projekt Kyouken die Wildheit der Tiere einzufangen und zu nutzen vermag. Er weiß, dass ich dem Kaiserreich einen neuen Sonnenaufgang bringe. Ich fürchte, ich muss die Entdeckungen meiner Forschungen vor ihm und dem Rest des Teams verstecken, bis Sie in dieser Sache eingeschritten sind. Nur so kann ich das Reich und den Kaiser vor Masahiros Ambitionen schützen.

― Dr. Koga Hayato


Hayatos dritter Brief

An Oberst Imada Daichi,

Warum antworten Sie mir nicht? Ich bin sicher, dass Sie wenigstens einen meiner siebenundsechzig Briefe erhalten haben müssen. Ich war ein Narr, ein blinder, törichter Narr. Ich hab Oberstleutnant Yamada Masahiro wegen seiner Absichten, mich zu sabotieren, zur Rede gestellt. Doch er spielte den Unschuldigen. Ich verstehe nun. Nicht er war es, um den ich mir Sorgen machen musste. Dazu ist er zu einfältig. Sie sind es. Sie befahlen ihm, meine Forschungen zu stehlen, damit der Ruhm Ihnen allein zuteil wird. Der Orden der Aufgehenden Sonne wollte mir ein Abzeichen verleihen, doch ich sehe nun, dass Sie mir diese Ehre vorenthalten wollen. Für Ihren Hochmut haben Sie Japan verdammt, doch ich lasse das nicht einfach geschehen. Ich werde meinen Mund nicht halten.

― Dr. Koga Hayato


Hayatos vierter Brief

An Oberst Imada Daichi,

Sie wollten mich sabotieren, doch haben Sie sicher nicht damit gerechnet, dass ich stattdessen Sie sabotiere. Wenn Sie das hier lesen, habe ich bereits die infizierten Tiere aus dem Kyouken-Labor freigesetzt und in den Tenka-Generatoren eine Überhitzung verursacht. Und wenn die Kaiserliche Japanische Armee hier eintrifft, um zu sehen was passiert ist, wird sich die Wahrheit nicht länger verstecken lassen, und ich werde zum Helden des Kaiserreichs. Ich wünschte nur, ich könnte ihren Gesichtsausdruck sehen, wenn man Sie verhaftet, wenn man Ihnen den Rang aberkennt und Ihre gedemütigte Familie auf die Straße treibt.
Vergessen Sie nicht, dass Sie sich das selbst zuzuschreiben haben ...

― Dr. Koga Hayato


Masahiros Brief

An Oberst Imada Daichi.

Dr. Koga Hayato hat versucht, die beiden Projekte zu sabotieren, doch wurde er bei der Festnahme erschossen und wir konnten ihn so nicht zu seinen Motiven befragen. Glücklicherweise ist kein großer Schaden entstanden. Ich ersuche Sie, für Dr. Koga sobald wie möglich einen Ersatz zu schicken.

― Oberstleutnant Yamada Masahiro


Hurks erster Brief

Wer immer das liest,

ich bin Hurk. Also, ich hab diese alten Briefe gefunden, klar? Auf Japanisch oder so, aber schon stark verblasst und schwer zu lesen, also dachte ich mir, ist doch egal, was irgendein toter Japaner über irgendeinen Krieg für einen Quatsch erzählt. Ich mein, mein Beileid für die Familie, aber der Kerl ist echt lange tot und ich brauche das Papier. Also, an den Kerl oder die Kerlin, die das hier liest: mein weißgrauer Makake, Name ist Gilbert, der ist mir abgehauen. Gilbert ist bösartig. Ich meine, er schmeißt nicht nur mit seiner Scheiße um sich, der kann einen auch dabei angucken, während er einem das Zeig ins Gesicht reibt. Wenn der reden könnte, würde er noch irgendwas Schlaues hinterherschieben wie "Da laust mich doch der Affe!" oder so was. Jedenfalls, ist er mir entwischt und ich brauche ihn wieder, bevor -

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Hurks zweiter Brief

Wer immer das hier liest,

ich bin's wieder, Hurk. Auf dem letzten Zettel hatte ich keinen Platz mehr, also jedenfalls ich musste Gilbert finden, bevor er seinen Schrecken verbreitet, klar? Zu spät. Er hat schon losgelegt. Gilbert hat ein paar Affen aufgetrieben, die ihm wie ein Rudel folgen und alles für ihn machen. Wie Cheerleader, Mann. Weißt du, wie Cheerleader immer in der Gruppe rumlaufen und immer dem heißen Mädel mit dem blonden Haar und dem festen Hintern und den prallen Titten hinterherlaufen? Und echt, immer wenn die an einem vorbeilaufen, ist auf einmal alles wie in Zeitlupe, und die gucken dich an, als wärst du gar nicht da. Wie diese Lacy Barnstrom, die war bei uns auf der Schule, und ich hab ihre Fotos im Jahrbuch irgendwie eingesaut und jetzt ist es voll hinüber, Mann. Scheiße, wieder kein Platz mehr hier.

― Hurk


Hurks dritter Brief

Wer immer das hier liest,

okay, hab mich von Lacy Barnstrom und ihren Jahrbuchfotos ablenken lassen, aber das würdest du verstehen, wenn du sie kennen würdest. Ich glaub, die dreht jetzt Pornos. Das muss ich echt mal abchecken, Alter! Das ist echt zu geil! Jedenfalls, ich muss Gilbert aufhalten. Na, ich hab Gilbert beigebracht, wie man den Stift aus einer Granate zieht und wie man die wirft. Und jetzt gefällt dem das. Dem gefällt das, irgendeinen Scheiß in die Luft zu jagen, und den anderen Affen zeigt er es auch. Warte, nein, noch besser. Er zeigt ihnen, wie man den Stift zieht, aber nicht, wie man wirft! Das ist doch krank! Dieser Affe ist total gestört, Mann. Jedenfalls, ich folge dem Geknalle der Granaten. Der Kleine kann ja nicht ewig wegrennen.

― Hurk


Hurks vierter Brief

Wer immer das hier liest,

hab noch mehr verwaschene Briefe von den japanischen Soldaten gefunden ... wie viele davon gibt's denn bitte? Ist vorbei, jedenfalls. Hab's geschafft. Ich hab Gilbert und seine Bande gefunden, waren nicht mehr viel übrig. Und die, die noch da waren, hatten so einen Blick in die Augen, als wollten sie sagen, "Alter, die Scheiße, die ich hier gesehen habe ... du warst nicht dabei, Mann, du hast ja keine Ahnung!" Mir blieb keine Wahl, ich musste Gilbert als Anführer herausfordern. Nur so konnte ich die übrigen Affen retten. Gilbert hat die Waffen gewählt - die Granaten, dachte ich mir schon. Und so hab ich ihn drangekriegt, weil was ich ihm nie beigebracht habe, war, wie man den Timer verändert. Seinen Blick vergesse ich nie, wie ich seine Granate gefangen und einfach wieder zurückgeschmissen hab. Dieses überraschte "Oh", das werd ich meinen Lebtag nicht vergessen. Aber sein Rudel ist frei .. sein Rudel ist frei.

― Hurk